ÜBER UNS

Mit den Rindern vom Wahn zum Sinn.

Und zur Kultur. Oder auch: KuHltur 😊

Wie kommt man überhaupt auf die Idee einen Lebenshof „RinderWahnSinn“ zu nennen?

Es ist ein Wortspiel, das die persönliche Entwicklung des zugehörigen Bauern, Ing. Hubert Gassner, beschreibt.
Hubert war immer schon „bio“ – seine Kühe genossen stets Freilandhaltung und durften sich ihrer Art entsprechend von frischem Weidegras, Heu und Grassilage ernähren. Manche hatten sogar Namen. „Am Anfang waren die Rinder“, erzählt Hubert, der 15 Jahre lang Rinderzucht (Mutterkuhhaltung mit eigenem Stier) mit Fleischvermarktung betrieb und seine Tiere stets zärtlich „Pupperl“ nannte und immer noch so nennt.

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„Dann habe ich dabei „den Wahn“ erlebt“, fährt Hubert fort und bezieht sich dabei nicht auf die Tierkrankheit, sondern auf die Zustände, die er bei Tiertransport und Schlachtung aus nächster Nähe miterleben musste. Er war mit Vielem überhaupt nicht einverstanden, eine eigene Hofschlachtung kam für ihn aber auch nie in Frage. Er wusste keinen Ausweg aus dieser Situation-
bis ihm eines Tages ein Brief ins Haus flatterte, in dem ein Lebensplatz für 6 vor der Schlachtung gerettete Schweine gesucht wurde. So lernte er die Tierfreundin Stefanie Buchinger kennen, die gerade dabei war diese Schweine (die „Mäuse“) freizukaufen. Dazu hatte sie den Verein Happy Pigs & Friends gegründet, um nicht nur das Leben dieser Schweine zu sichern, sondern auch eine Plattform zu schaffen, wo Menschen sogenannte „Nutz“-tiere einmal als Lebewesen mit Persönlichkeiten und Charakter kennenlernen konnten.
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Zu Besuch bei „RinderWahnSinn“
Eines führte zum anderen und binnen weniger Wochen stellte Hubert nicht nur seine Ernährung von „viel Fleisch“ auf „rein pflanzlich“, sondern auch seinen Waldviertler Hof (nahe des Stausee Ottenstein /Gföhl im niederösterreichischen Waldviertel) von „Tierzucht“ auf „Lebenshof“ um. Hubert konnte sich endlich erlauben, die Liebe zu seinen Tieren auch zu leben und so kam der Wandel vom Wahn zum Sinn.
Auf diese Weise entstand also im Jahr 2014 der „Lebenshof RinderWahnSinn“,
welcher heute von Hubert ehrenamtlich in seiner Funktion als Präsident des von ihm und Steffi gegründeten Vereins Klosterhof Kultur (Der Verein hat natürlich nichts mit der Kirche zu tun. Das Hofgebäude stand ursprünglich im Kircheneigentum und war die Pferderaststation zwischen Zwettl und Göttweig, von daher der Name.) geleitet und von Happy Pigs & Friends unterstützt wird.
Zusammen haben Klosterhof Kultur und Happy Pigs & Friends rund 60 Rinder (der Großteil aus Huberts ursprünglicher Herde, zusätzlich wurden einige nach der Umstellung auf einen Lebenshof noch aus Rettungsaktionen aufgenommen) und 6 Schweine unter ihren Fittichen (Stand 2020).
Die Mäuse und rund 30 der Pupperl leben auf den Weiden von Klosterhof Kultur, die übrigen Puppis sind mittlerweile (siehe dritte Seite des Jahresrückblicks 2020) auf Waldviertler Partnerhöfe übersiedelt, wo sie gegen eine Art Einstellgebühr versorgt werden (sie gehören also immer noch zu uns!).
Über Happy Pigs & Friends können Tier-Patenschaften abgeschlossen werden, um die laufende Versorgung der Tiere zu sichern. Fördermitglieder von Klosterhof Kultur können an Projekten wie den Forschungsprojekten „KuHnterbuntes Miteinander“ und „Pflanzliche Genusskultur und Ethik im Ernährungsverhalten“ teilnehmen und so z.B. die Tiere im Rahmen von ein- oder mehrtägigen Weide-Workshops kennenlernen und tierfreundliche Lebensmittel mit ihren eigenen Sinnen ergründen. Selbstverständlich können auch Paten ohne Mehrkosten an den Projekten teilnehmen. Mehr Infos zur Mitgliedschaft und den Projekten folgen.
Gelegenheiten für Weide-Workshops gibt es mehrmals im Jahr -bitte keine Spontanbesuche! (Hier findet ihr die Antwort auf „Warum nicht?“)
Abschließend möchten wir darauf aufmerksam machen, dass es ohne die Spenden von Privatpersonen nicht möglich wäre, den Erhalt als Lebenshof zu bewerkstelligen.

Aus diesem Grund bitten wir jeden, dem das Leben der Tiere am Herzen liegt und der Lebenshöfe als Ort der Begegnung zwischen Menschen und Tieren schätzt, einen Beitrag zu leisten, der seinen Lebensumständen entspricht.

Vielen herzlichen Dank!

Hier erfahrt ihr mehr über Steffis persönliche Geschichte:

Steffi und die Mäuse

Und hier Huberts Werdegang in seinen eigenen Worten:

Hubert und die Pupperl